HEIMATVEREIN ZEMPIN e.V. Insel Usedom

 

Das Haus "Uns olle Schaul"
(Vereinshaus)

Im alten Schulgebäude von 1928 - "Uns olle Schaul" in der
Fischerstraße 11 in 17459 Zempin 

Das Boot - eine Einladung die Räume zu besuchen

 

 

 

Wir haben folgende Räume gestaltet: 

  • Fischerei mit Bootsmodellen des Fischers Konrad Tiefert

  • Schichleins Laden voller Erinnerungen

  • ständig wechselnde Ausstellungen in den alten Klassenräumen

     

 

Sonderausstellung - Fotos

STURMFLUTEN auf Usedom

Durch die Sturmflut im Januar 2017 angeregt, haben wir die Ausstellung mit aktuellen Fotos unserer Mitglieder und historischen Aufnahmen gestaltet.

Über Ursachen von Sturmfluten, Auswirkungen und Schutzmaßnahmen an unserer Küste können Sie sich informieren.

Unser dazugehöriges Heft können Sie während der Öffnungszeiten für 4,80 € erwerden.
 

 

 

Vom 1. Mai bis 30. September ist geöffnet:
  Mittwoch und Samstag von 15 - 18 Uhr


   zusätzliche Termine: Hilde Stockmann T.: 038377 36951

 

 

Das ist der Eingang zu den Ausstellungsräumen, den ehemaligen Klassenräumen. Die Figuren schuf Wolfgang Max.

  

   

Vorschul- und Hortkinder besuchen die Ausstellung

 

Ein Erinnerungsfoto vor dem Boot..

 

Fischerei und
Bootsmodelle des Fischers Konrad Tiefert

Am 2. Dezember 2000 eröffnete der Heimatverein in den Räumen der ehemaligen Schule mit 12 Modellen von Fischereifahrzeugen des Fischers Konrad Tiefert die Ausstellung „Fischerei in Zempin“. Insgesamt 35 Modelle baute Konrad Tiefert im Alter von 80 Jahren mit einfachstem Werkzeug aus Abfallmaterial,

 

 

 

 

 

wie Obststiegen, Tapetenleisten, Fischereimaterial und Blechdosen. Jedes Boot ist ein kleines Kunstwerk. Man kann es mit der Malerei der „Naiven Kunst“ vergleichen. In Meyers Lexikon finden wir als Erklärung für diese Kunstrichtung, dass naive Kunst außerhalb der kunstgeschichtlichen Stilrichtung stehende Laienkunst ist, die in unmittelbarer Auseinandersetzung mit Lebenserfahrung, Umwelt, Kindheit, Wunsch und Traumbildern steht. Es ist keine Volkskunst.

 

Hier eine kleine Auswahl:

       

ZEM 1  Berta

Dieses Fahrzeug wurde mit QUATZE bezeichnet oder auch POLT. Es wurde zum Fischtransport zu den größeren Küstenstädten z.B. Stettin verwendet

 

ZEM 12

Kleines Boot ausgerüstet für die STAKNETZfischerei.Das Boot wurde an ausgesteckten Pfählen am Schilfgürtel festgebunden,  Es wurde Kleinfisch damit gefangen.

 

 ZEM 9  Deern

ein SEGELHEUER mit Spritsegel (Spreitzsegel) ausgerüstet für Grundangeln und Stellnetzfischerei. Besatzung mit 2-3 Mann.

 

 

       

 

ZEM 4  Tina Vorderteil

Alle Teile, die man zum Fischfang braucht hat Konrad Tiefert den Booten zugeordnet. Hier sehen wir Ruder, Kescher und Schweeken (für Anfang und Ende der Netze oder Schnüre)

 

 

ZEM 4  Tina

Dieser Bootstypwurde als HEUER bezeichnet, ca. 1,80 m breit und 6-7 Meter lang. Es wurde zum Aalfang mit Grundschnürenverwendet. Es wurde gesegelt und gerudert.

 

ZEM 8  Marike

Ein Boot mit Seitenschwert, das immer an der Leeseite (dem Wind abgewandten Seite) angebracht wurde. Erst 1815 wurde das Mittelschwert erfunden.

 

 

       

Das Fischen mit dem großen Eisgarn - mit Film zur Erklärung und Filmaufnahme von 1955


 
 

Die Geräte, Schlitten und Netze wurden von Konrad Tiefert geschaffen. Mitglieder des Heimatvereins haben die Eisfläche und den Film geschaffen

 

Eine große Gemeinschaft war nötig, um dieses Netz zu ziehen.


 

 

 

Schichleins Laden
voller Erinnerungen

Als Kind von drei Jahren kommt Karl SCHICHLEIN mit seinen Eltern nach Zempin, da der Vater an der neuen Strecke Bahnhofsvorsteher wurde. Er lernte Kaufmann, obwohl es schon die Kaufleute BOLDT im Dorf, WIECK und NEUMANN an der Hauptstraße gab. Da die Einwohner- und Gästezahl gestiegen war, hat Schichlein 1928 den Mut, einen Laden in der Strandstraße zu eröffnen. Da der Kaufmann im Haus wohnt, geht man auch mal abends „hintenherum“, um Bier oder Schnaps zu holen. Er wiederum holt die frischen Eier aus dem Stall von seinen Hühnern. Bis 1996 ist der Laden geöffnet, der in den letzten Jahren von seiner Tochter und Schwiegertochter betrieben wird.

 Karl Schichlein (*1909  + 1998) lernte in Zinnowitz ab 1923 Kaufmann. Er begann mit dem Verkauf in einer kleinen Holzbaracke, die 2012 abgerissen wurde. 1932 wurde das unten gezeigte Haus eingeweiht. 2012 wurde das Haus zu Mietwohnungen umgebaut..

Die Ladenmöbel kaufte der Heimatverein noch zu Lebzeiten von Karl Schichlein. Sie wurden von Mitgliedern und ABM-Kräften aufgearbeitet und in den Räumen der ehemaligen Schule aufgestellt.

       

große Schaufenster prägten den Bau

 

zu DDR Zeiten stand man Schlange, wenn es Räucherfisch gab

 

vorn Karl Schichlein, in der Tür Wera Schichlein und die Rollbehälter mit der gelieferten Ware

 

       

mit Verkaufsware wird der Laden von Ute und Susanne bestückt

 

die grüne Farbe fand man unter vielen Farbschichten der in Swinemünde gefertigten Ladenmöbel

 

Kasse und Waage sind noch aus dem Laden. - Edda und Susanne tauschen gefundene Ostereier ein

 

 

       

Grundschüler aus Heringsdorf mit ihrem Lehrer

 

auch die Kleinsten tauschen Ostereier ein

 

 man darf auch mal hinter dem Ladentisch stehen und Verkaufen spielen

 

 

       

 vorn die elektrische Kaffeemühle und die Waage

 

 Weihnachten, Ostern und zum Vereinsfest im Sommer sind die Mitglieder besonders fleißig

 

 Susanne und Manfred kosten die selbstgebackenen Kekse, bevor sie verkauft werden

 

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